Erhebung und Analyse der ambulanten Suchthilfestrukturen in NRW

Bitte um Mitwirkung bei der landesweiten Erhebung
Im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW führt das Institut für interdisziplinäre Sucht – und Drogenforschung (ISD) in Hamburg derzeit die Studie „Erhebung und Analyse der ambulanten Suchthilfestrukturen in Nordrhein-Westfalen“ durch. Gegenstand des Projektes ist insbesondere eine differenzierte Erhebung und Analyse vorhandener Daten aus dem Deutschen Kerndatensatz (KDS) der Sucht- und Drogenberatung in NRW.

Die von den Sucht- und Drogenberatungsstellen erfassten Daten der Jahre 2008 bis einschließlich 2017 werden einer ausführlichen Literaturanalyse gegenübergestellt. Ziel ist zu untersuchen, welche zurückliegenden Veränderungen und aktuellen Entwicklungen im Bereich Sucht zu beobachten sind, welche Herausforderungen sich daraus für die ambulante Suchthilfe in NRW ergeben und wie diesen auf struktureller und inhaltlicher Ebene begegnet wurde bzw. wird.

Die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege NRW und die kommunalen Spitzenverbände NRW befürworten die Untersuchung.

Da auf Grundlage der vorliegenden Daten spezifische Änderungen in Angeboten und Konzepten nur begrenzt erfasst werden können, beabsichtigt das ISD in Kürze, ergänzend eine schriftliche Befragung der ambulanten Sucht- und Drogenhilfeeinrichtungen in NRW anhand eines kurzen Fragebogens durchzuführen. Gegenstand dieser Befragung ist die Erfassung von konzeptionellen Änderungen und von Angebotsänderungen, um Veränderungen in der Feinstruktur der Einrichtungen sichtbar machen zu können. 

Nur mit einer aktiven Beteiligung möglichst aller ambulanten Sucht- und Drogenhilfeeinrichtungen in NRW kann die geplante Analyse zu validen Ergebnissen führen, die als Grundlage für die Formulierung von Empfehlungen zur bedarfsgerechten Weiterentwicklung der ambulanten Suchthilfe in Nordrhein-Westfalen dienen. Die Gesamtanalyse soll dem Land Nordrhein-Westfalen und den Kommunen als Hilfestellung im Suchthilfeplanungsprozess dienen.

Die gemachten Angaben werden unmittelbar nach Eingang beim ISD anonymisiert und fließen ausschließlich in aggregierter Form in die Analyse ein.

Es erfolgt weder eine Analyse einzelner Einrichtungen noch ein Vergleich der Einrichtungen untereinander.

Die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen werden mit den Kommunalen Spitzenverbänden, der Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege sowie Vertretungen aus der Praxis diskutiert und sollen anschließend der Fachöffentlichkeit in Nordrhein-Westfalen voraussichtlich im Frühjahr 2019 vorgestellt werden.

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