Modellvorhaben zur Stärkung der Rehabilitation (§11 SGB IX) Bundesteilhabegesetz (BTHG)

Zum 01.01.2018 tritt der im Rahmen des Bundesteilhabegesetzes beschlossene § 11 SGB IX in Kraft. Danach sollen Modellvorhaben zur Stärkung der Rehabilitation gefördert werden. Zu fördern sind Vorhaben, die den Vorrang vor Leistungen zur Teilhabe (§9) und die Sicherung der Erwerbstätigkeit (§10) stützen. Für diese Modellvorhaben in den beiden Rechtskreisen SGB VI (Rente) und SGB II (Jobcenter) mit fünfjähriger Laufzeit werden eine Milliarde Euro zur Verfügung gestellt. Antragsberechtigt sind ausschließlich Jobcenter und Rentenversicherungsträger.

Mit den Modellvorhaben sollen insbesondere neueAnsätze zur Unterstützung von Menschen mit komplexen gesundheitlichen, psychischen und seelischen Unterstützungsbedarfen erprobt werden. Neben Vorbeugung gegen chronische Erkrankung oder drohende Behinderung Verbesserung der gesellschaftlichen und beruflichen Teilhabe geht es darum, den Zugang in eine Erwerbsminderungsrente oder die Eingliederungshilfe zu verhindern. Daher soll u.a. z.B. die Zusammenarbeit der Akteure im Bereich der medizinischen und beruflichen Rehabilitation verbessert werden. Anfang 2018 wird das Bundesministerium für Arbeit und Soziales die Eckpunkte des entwickelten offen konzipierten Förderrahmens vorstellen.

Es besteht so die Möglichkeit, dass die Verantwortlichen in den Bereichen SGB II und SGB VI innovative Projektideen umsetzen können, z.B. unter Einbeziehung des SGB V Gesundheitsbereichs, der sozialen Beschäftigungsträger, der ortansässigen Suchtkrankenhilfe, der Suchtfachkliniken oder anderer relevanter Institutionen.

Im Frühjahr 2018 läuft die Antragsphase für die Modellvorhaben. Ein vom Bundesminsterium für Arbeit und Soziales initiierter „Beirat“ bewertet diese Anträge. Die ersten Modellvorhaben werden voraussichtlich ab Juli 2018 starten. Ab Sommer 2018 sind weitere Förderaufrufe geplant.

Für die Trägerlandschaft ergeben sich hier wichtige neue Chancen und Wege zur innovativen Projektentwicklung mit den o.g. Antragstellern, um gemeinsam effektiv dem einzelnen betroffenen Menschen zu helfen.

Weitere Informationen, zum Beispiel zu den Förderrichtlinien, erhalten Sie in Kürze auf unserer Homepage.

Bei weiterführenden Fragen wenden Sie sich gerne an die Kolleginnen der Landeskoordinierungsstelle berufliche und soziale Integration Suchtkranker NRW

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